Das Projekt

Eine Idee wird geboren und wächst:

Das Wilhelm-Busch-Projekt

- Norbert Johrendt erinnert sich:

Die Entstehung des Wilhelm-Busch-Projektes

Foto © lokalkompass

Das musste Willi Busch erst mal sacken lassen, als ich ihm vor rund zwei Jahren vorschlug, was für mich eigentlich naheliegend war: Wenn man schon Willi „Wilhelm’“ Busch hei0t, auf der Gitarre musiziert und Lieder etwa von Reinhard Mey und dem Pfefferminzprinzen singt, warum nicht auch Texte des berühmten Humoristen und Zeichner singen, zumal dieser ein direkter Vorfahre ist?

Leichter gesagt als getan, denn der geniale Ur-Ur-Großonkel unseres Willi hat leider nur gedichtet und gezeichnet nicht aber komponiert. Das musste man also schon selber tun…

Alsdann mussten wir uns aus dem riesigen Fundus einen Text „zum Ausprobieren“ suchen. Die Wahl fiel auf die Geschichte vom „Frosch und den beiden Enten“. Nun musste eine Melodie gefunden werden, die zum Charakter des Textes passt und vom reifen Nachwuchs seines Ur-Ur-Großonkels stimmlich und instrumental bewältigt werden konnte. Schließlich wagte man im Sommer 2011 eine Premiere im kleinen Kreis am Lagerfeuer von Willi`s holländinschem Lieblings-Campingplatz.

Konnte das wahr sein? – Die Zuhörerrunde ist begeistert. Also weitermachen mit zwei weiteren Geschichten: einer unglücklich verlaufenden Liebesgeschichte und einem mahnenden Text über die schlimmen Folgend des Alkohols.

Aus Willi Busch wird Wilhelm Busch

Aus Willi Busch wird nun Wilhelm Busch. Kaum sind die ersten drei Lieder einigermaßen „im Kasten“, wird mit dem ersten schmalen Repertoire eine weitere Öffentlichkeit erschlossen. Es folgt eine Reihe von schönen Auftritten: Im Winter 2011 im Olfonium in Olfen zusammen mit dem Wilhelm-Busch-Kenner und Rezitator Günter Trunz. Weiter geht es Anfang 2012 mit dem kulinarischen Wilhelm-Busch-Abend in der Marler Lohmühle, dann ein Auftritt in der Kunstgalerie in Grevenbroich und einem weiteren Wilhelm-Busch Abend, diesmal mit de Schauspieler und Charaterdarsteller Markus Veith im Westerholter Kolpinghaus.

Parallel zu diesen Auftritten wird im Sommer 2012 das Programm erweitert mit den sieben Streichen von Max und Moritz. Im November des gleichen Jahres wird das erste abendfüllende Soloprogramm präsentiert. „Wilhelm Busch spielt Wilhelm Busch“ findet im ausverkaufen Schloss Westerholt faszinierte Zuhörerinnen und Zuhörer. Speziell für Wilhelms Mama wird dieses Programm ein paar ‚Tage später in einem Westerholter Seniorenheim wiederholt. Wieder Begeisterung! Trotz ihres hohen Lebensalters sprechen die Mitbewohner ganze Textteile aus der Max und Moritz Geschichte auswendig mit – mit Tränen der Erinnerung in den Augen.

Schließlich werden auch die Medien auf unseren Wilhelm Busch aufmerksam. Er bekommt Gelegenheit, sich durch regionale und überregionale Rundfunksender einem größeren Publikum vorzustellen; die Presse berichtet durchweg positiv und auch in Sachen Mundpropaganda profitiert unser Projekt.

Ich denke, man darf mit einigem Optimismus in die Zukunft schauen, um zu sehen, wohin die Reise des „Wilhelm Busch für unsere Tage“ noch führt.