Wilehlm Busch.
Der Wilhelm Busch? ….. Max und Moritz?
Nicht ganz, denn der berühmte Erfinder der beiden Spitzbuben und vieler anderer komischer, aber auch tiefsinniger Geschichten ist natürlich schon tot. Seit 1908.
Und doch stellt sich hier ein „echter“ Wilhelm Busch vor: ein direkter Nachfahre gleichen Namens, genauer gesagt ein Ur- Ur- Großneffe des genialen Dichters und Zeichners. Und der ist so lebendig wie eh und je und man könnte den Eindruck haben, einige Gene seines Vorfahrens seien auf ihn übergegangen…
Doch der Reihe nach: Wilhelm („Willi“) Busch wurde am 19.05.1952 in Westerholt im Kreis Recklinghausen geboren, einem traditionsreichen Ort mit einem schönen mittelalterlichen Ortskern, dem „Alten Dorf“, das dem Dichter Wilhelm Busch sicher gefallen hätte.
Hier also wuchs unser Wilhelm Busch auf, und in seiner Kindheit und Jugend, ja auch in späteren Jahren war zunächst nichts von irgendeiner Inspiration seinen Ur-Ur- Großonkels zu spüren – zumindest im künstlerischen Bereich. Was allerdings das Streben nach Unabhängigkeit und eine gewisse Eigensinnigkeit betrifft, da gibt es schon Ähnlichkeiten…
Schließlich war es – wie so oft im Leben – ein Anstoß von außen, der Wilhelm Busch auch künstlerisch auf die Fährte seines Vorfahren setzte: Ein befreundeter Pressesprecher seiner Heimatstadt, wohl wissend, dass unser Wilhelm Gitarre spielt und auch seine Gesangsstimme einzusetzen weiß, regt an, sich doch mal die Verse des „Alten“ zur Vertonung vorzunehmen…
Aus zögerlichen Anfängen wurde eine Leidenschaft. Inzwischen gibt es zwei Programme; eines für Kinder und das Latenight-Projekt für Erwachsene.
Der Anklang, den seine Auftritte finden, spornt die Schaffenskraft natürlich zusätzlich an. Rundfunksendungen, Presseberichte und nicht zuletzt die Mundpropaganda gut unterhaltener Zuhörer tun ein Übriges.
Und so lauten die Schlußzeilen seines Motto – Gedichtes zu Recht:
„Die Verse bleiben die vom Alten –
Nur tut man sie hier neu gestalten.“